Die Preisträger

Bisher wurden die folgenden Personen und Institutionen mit dem Leibniz-Ring-Hannover ausgezeichnet:

 

2016
Dr. Maria Furtwängler

Preisträgerin Maria Furtwängler

Mit dem Leibniz-Ring-Hannover 2016 wurde eine engagierte Kämpferin gegen Gewalt gegen Kinder ausgezeichnet. Dr. Maria Furtwängler ist eine der anerkanntesten und beliebtesten Schauspielerinnen in Deutschland und eine der wenigen mit internationalem Renommee. Sowohl ihre Kompetenz als ausgebildete Ärztin wie auch Ihre Popularität als Künstlerin hat sie immer wieder dazu genutzt, auf gesellschaftspolitische Missstände in aller Welt zu reagieren. So engagiert sich Maria Furtwängler nicht nur federführend in verschiedenen Stiftungen zu medizinischen und sozialen Initiativen. Ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit umfasst die aktive Mitwirkung in der Organisation „German Doctors“. Darüber hinaus gilt ihr besonderes Augenmerk in Not geratenen Menschen in der III. Welt sowie Kindern und Jugendlichen, die Gewalt ausgesetzt und dadurch traumatisiert sind.

Der Leibniz-Ring-Hannover 2015 wurde Maria Furtwängler am 31. Oktober 2016 verliehen. Die Laudatio hielt Ministerin Ursula von der Leyen. Einen Bericht von der Verleihung finden Sie hier.

 

2015
Peter Maffay

Peter Maffay

Der aus Rumänien stammende Peter Maffay hat als Sänger, Komponist und Produzent internationale Musikgeschichte geschrieben. Ob auf Tonträgern oder in Konzerten – Peter Maffay hat es über Jahrzehnte verstanden, mit seinen Songs ein Millionenpublikum über alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten hinweg zu begeistern. In internationalen Musikprojekten hat Peter Maffay mit befreundeten Künstlern immer wieder für Toleranz und Verständigung geworben. Über seine Stiftungen engagiert er sich seit Jahren u. a. auf einem Bauernhof in Mallorca in Projekten für traumatisierte Jugendliche. Peter Maffay versteht es in allen seinen sozialen Engagements, benachteiligten Menschen in unserem Land eine Stimme zu geben. Seine ehrliche und bescheidene Art machen ihn mit seiner disziplinierten Arbeitsweise und seinem sozialen Engagement zu einer einzigartigen Persönlichkeit und einem Vorbild für gelebte gesellschaftliche Verantwortung.

Der Leibniz-Ring-Hannover 2015 wurde Peter Maffay am 2. Juli 2015 verliehen. Die Laudatio hielt Sigmar Gabriel, Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister. Einen Bericht von der Verleihung finden Sie hier.

 

2014
Prof. Dr. Rita Süssmuth

Rita Süssmuth

Auch heute noch sind Frauen in Führungspositionen rar. Rita Süssmuth hat das anders vorgelebt. Über Jahrzehnte hat sie die bundesdeutsche Politik und Gesellschaft mit ihrem Wirken in herausragenden Positionen maßgeblich mit geprägt. Ihre Offenheit, ihr Gerechtigkeitsempfinden, ihre Kompetenz und ihr Einfühlungsvermögen genießen hohe Anerkennung, besitzen eine Vorbildfunktion und vermitteln Menschen Orientierung. Ihr Eintreten für Frieden, Freiheit und Demokratie hat sie mit der Mahnung an die Verantwortung einer Gesellschaft für ihre Minderheiten und gegen Diskriminierung verbunden. Damit hat sie den Schwächsten in unserer Gesellschaft eine Stimme gegeben. Ein besonderes Anliegen ist der überzeugten Christin die internationale Verständigung und der Respekt vor anderen Völkern, Kulturen und Religionen. Mit ihrem Einsatz für Frieden und Menschlichkeit ist sie zu einer wichtigen Botschafterin unseres Landes in der Welt geworden. Den Frauen hat sie gezeigt, wie man sich trotz aller Widerstände durch die Kraft seiner Überzeugung behaupten kann.

Der Leibniz-Ring-Hannover 2014 wurde Rita Süssmuth am 11. November 2014 verliehen. Die Laudatio hielt die Vorsitzende des Kuratoriums des Leibniz-Ring-Hannover, Liz Mohn. Einen Bericht von der Verleihung finden Sie hier.

 

2013
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Madjid Samii

Madjid Samii

Mit der Wahl von Prof. Dr. Samii bezeugte das Kuratorium seinen großen Respekt vor einem Mann, der Herausragendes geleistet hat und durch seinen ganz persönlichen Einsatz zu einem Botschafter des Heilens wurde. Der begnadete Neurochirurg ist ein weltweit wirkender Brückenbauer. Als Ehrenpräsident und Botschafter für Afrika der Weltvereinigung der Neurochirurgen hat er „Afrika 100“ ins Leben gerufen: Paten aus Deutschland finanzieren die Ausbildung von einhundert afrikanischen Ärzten zu Neurochirurgen in und für Afrika. Damit soll das Defizit an Neurochirurgen auf dem schwarzen Kontinent abgebaut werden.

Der Leibniz-Ring-Hannover 2013 wurde Prof. Dr. Samii am 12. November 2013 verliehen, die Laudatio hielt Altbundeskanzler Gerhard Schröder. Einen Bericht von der Preisverleihung finden Sie hier.

 

2012
Thomanerchor Leipzig

Thomanerchor

Der Thomanerchor Leipzig steht sowohl aufgrund seiner Qualität als auch aufgrund seiner 800jährigen Geschichte für die große universell verbindende Kraft der deutschen Musikkultur. Der Chor war aufgrund seines hohen künstlerischen Niveaus und seiner Tradition auch während der deutschen Teilung in Ost und West ein Begriff und geschätzt und hatte somit einen für die deutsche Kulturnation wichtigen Stellenwert mit internationaler Anerkennung. Die Auszeichnung mit dem Leibniz-Ring-Hannover würdigt das national und international verbindende Wirken des Thomanerchor Leipzig und die Verdienste dieser weltweit angesehenen jugendlichen Kulturbotschafter unseres Landes. Lesen Sie hier die Laudatio von Martin Sauer und das Grußwort von Ministerpräsident David McAllister.

 

2011 wurde kein Leibniz-Ring verliehen.

 

2010
Teresa Enke

Teresa Enke

Teresa Enke hat nach dem Tod ihres Mannes Robert mutig über dessen langjährige Depression gesprochen. Sie berichtete auf einer Pressekonferenz, die einem Millionenpublikum live übertragen wurde, in beispielloser Offenheit über eine oft totgeschwiegene Krankheit. Damit brach sie das Tabu dieser teuflischen Volkskrankheit, die die Betroffenen ausgrenzt, weil den Bürgern mangels Information das Verständnis für psychische Erkrankungen fehlt.  Die weltweite Beachtung, die ihre Erklärung fand, hat vielen Menschen geholfen, sich mit ihrem Leiden zu offenbaren und Hilfe zu finden. Inzwischen setzt sich die starke und engagierte Teresa Enke als Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung für die Bekämpfung von Depressionskrankheiten ein. Mit dem Leibniz-Ring-Hannover 2010 bezeugt der Presse Club Hannover seinen großen Respekt vor einer Frau, die trotz ihres schmerzlichen Verlustes nicht in die Resignation ging, sondern als Botschafterin Motivation schafft.


2009
Dr. Heinz-Horst Deichmann


Heinz-Horst Deichmann

Im 60. Geburtsjahr der Bundesrepublik Deutschland zeichnete das Kuratorium Leibniz-Ring-Hannover eine vorbildliche Unternehmerpersönlichkeit für ihr Lebenswerk aus: Dr. Heinz-Horst Deichmann ist ein außergewöhnlicher Unternehmer und großer Menschenfreund. Mit großem Mut baute er ein weltweit agierendes erfolgreiches Einzelhandels-Unternehmen mit über 28.000 Mitarbeitern auf. Sein Lebensweg und sein kontinuierliches Engagement für Arme und Schwache in Deutschland - aber auch weltweit - sind beeindruckend. Gerade der jungen Generation ist er ein überzeugter und überzeugender Ratgeber bei der neuen Sehnsucht nach alten Werten. Mut und Verantwortung, Pragmatismus und Vernunft, Transparenz und Mäßigung sind Tugenden, die Heinz Horst Deichmann auszeichnen. Er ist ein Vorbild für unsere Gesellschaft. Eva Luise Köhler, die Gattin des Bundespräsidenten, hielt die Laudatio. „Das Engagement von Herrn Dr. Deichmann ist vorbildlich: als Unternehmer genauso wie als Unterstützer von weltweiten Hilfsprojekten. Ich freue mich, dieses Engagement zu würdigen."


2008
Ingeborg Schäuble

Ingeborg Schäuble

Ingeborg Schäuble ist ein großes Vorbild. Sie hat durch ihre innovativen Ideen und kreative Kraft wichtige Impulse gegeben. Als Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe hat sie einen wichtigen Beitrag für eine bessere Welt geleistet. Seit 1996 steht Ingeborg Schäuble an der Spitze dieser Organisation. Unaufdringlich aber hartnäckig wirbt die Mutter von vier Kindern um Spenden und Unterstützung für ihre Organisation. Sie versteht sich als Akteurin, die lieber im Hintergrund wirkt. Dort kämpft sie aber umso erfolgreicher für ihre Vision: eine Welt ohne Hunger und Armut, in der Menschen ihr Leben aus eigener Kraft gestalten können. Hierfür wurde sie 2008 mit dem Leibniz-Ring-Hannover ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung sollte auch anerkannt werden, welche Bedeutung das ehrenamtliche Engagement in unserer Gesellschaft hat. Vom Ehrenamt, wie es Ingeborg Schäuble beispielhaft ausübt, hängt die Qualität des Lebens (nicht nur) in unserem Lande entscheidend ab. Die Laudatio hielt die Unternehmerin Marie-Elisabeth Schaeffler.


2007
Dr. jur. Hans-Jochen Vogel
Prof. Dr. Bernhard Vogel


Hans-Jochen und Bernhard Vogel

Hans-Jochen Vogel (81) und sein Bruder Bernhard Vogel (74) haben in führenden Positionen der großen Volksparteien, der Sozialdemokratischen Partei Deutschland und der Christlich Demokratischen Union, maßgeblich die Demokratie in Nachkriegsdeutschland geprägt. Die beiden Brüder haben beispielhaft demokratischen Umgang miteinander vorgelebt. Es gehört zu ihren persönlichen Lebensleistungen, unser Land in Europa gestaltet und gefestigt zu haben. Merkmale ihrer Persönlichkeit sind ihr integerer Politikstil, ihr kraftvoller, sachlicher, unideologischer Auftritt und ihre Toleranz. Hierfür wurden sie 2007 mit dem Leibniz-Ring-Hannover ausgezeichnet. Die Laudatio auf die beiden Preisträger hielt der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert Lammert.


2006
Sönke Wortmann

Sönke Wortmann

2006 wurde der Filmregisseur Sönke Wortmann mit dem Leibniz-Ring-Hannover ausgezeichnet. Vor nahezu 500 Gästen würdigte der Presse Club Hannover den Preisträger für seinen Film „Deutschland. Ein Sommermärchen“. Mit seinem Gespür für die Bedeutung der Fußballweltmeisterschaft hat er damit ein Ereignis dokumentiert, das Deutschland – auch aus dem Blickwinkel des Auslands – positiv verändert hat. Für alle Zeiten wird authentisch die Stimmung festgehalten, die unser Land für einen Monat prägte. Lesen Sie hier die Laudatio der Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann.


2005
Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog


Roman Herzog

Mit seiner berühmt gewordenen „Ruck-Rede“ hat Roman Herzog  nicht nur die inzwischen zur Tradition gewordenen „Berliner Reden“ der Bundespräsidenten begründet, sondern auch ein historische Fanal gegen Untätigkeit, gegen Mittelmaß, gegen Selbstzufriedenheit gesetzt. Auch über seine Amtszeit hinaus setzt er sich mit der Reformfähigkeit unseres politischen Entscheidungssystems auseinander und gründete zusammen mit einem Kreis Gleichgesinnter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den „Konvent für Deutschland“. Als ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichtes ist Roman Herzog besonders prädestiniert, sich nicht nur Gedanken über einzelne Reformen zu machen, sondern über das Staatssystem als Ganzes. Damit steht er in einer originären Nachfolge zu Leibniz.


2004
Shirin Ebadi

Shirin Ebadi

Die iranische Juristin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi erhielt den Leibniz-Ring-Hannover für ihr Engagement für Frieden und Freiheit sowie die Rechte der Frauen in ihrer islamischen Heimat. So lautet die Begründung des Kuratoriums, unter dem Vorsitz von Sabine Christiansen. Shirin Ebadi wurde 1947 in Teheran, Iran, geboren. Als erste weibliche Richterin im Iran war sie von 1975 bis 1979 Vorsitzende des Teheraner Gerichts. Nach der islamischen Revolution im Jahre 1979 wurde sie ihres Amtes enthoben und war fortan als Rechtsanwältin und Dozentin an der Universität Teheran tätig. Als erste moslemische Frau erhielt sie 2003 den Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für Demokratie und die Menschenrechte. Lesen Sie hier die Laudatio von Bundeministerin Brigitte Zypries und die Rede von Shirin Ebadi.


2003
Dr. Hans Blix

Hans Blix

Dr. Hans Blix erhielt den Leibniz-Ring-Hannover für seine Leistungen und Verdienste auf vielen Gebieten des öffentlichen und weltpolitischen Lebens, insbesondere aber im Rahmen der UNO-Rüstungskontrollen und hier nicht zuletzt für sein unablässiges Bemühen, die schwierigen Probleme der Abrüstung des Irak zu lösen. Mit dieser Anerkennung wurde auch sein mehr als 40-jähriges Lebenswerk geehrt und gewürdigt, in dem er auf Feldern der Rechtswissenschaft und der nationalen wie internationalen Politik an herausragenden Stellen und in großer Verantwortung für die Menschen dieser Welt und den Frieden auf unserer Erde gewirkt hat.


2002
Prof. Dr. Jutta Limbach

Jutta Limbach

Prof. Jutta Limbach war 1994 die erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik, die zur Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe gewählt wurde. Und anschließend die erste Frau, die dem Goethe-Institut Inter Nationes in München vorstand. Das eine ist aus dem anderen gefolgt. Denn in Karlsruhe hat die am 27. März 1934 in Berlin geborene Juristin gezeigt, dass höchste Kompetenz in der Sache und Menschlichkeit im Wesen keine Gegensätze sein müssen. Auch dafür wurde sie im Jahr 2002 mit dem Leibniz-Ring Hannover ausgezeichnet. Lesen Sie hier die Laudatio von Dr. Heiner Geißler.


2001
Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers


Ulrich Reimers

Professor Dr. Ulrich Reimers gilt als der „Vater des Digitalen Fernsehens“. Er steht damit in direkter Tradition des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz, der mit der Erfindung des binären Zahlensystems wichtige Denkanstöße für die Entwicklung moderner Computertechnik lieferte – so lautete die Begründung des Kuratoriums. Nachdem Professor Dr. Reimers im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehrere Jahre eine führende Stelle innehatte, erhielt er 1993 einen Ruf an die Technische Universität Braunschweig. Der promovierte Ingenieur der Elektrotechnik entwickelte Europas erste Fernsehkamera für das HDTV, und er hat entscheidend an dem DVB (Digital Video Broadcasting)-Projekt mitgewirkt. Reimers hat damit die Suche von Leibniz nach einer völkerverbindenden Universalsprache mit modernen Medien umgesetzt.


2000
BBC - British Broadcasting Corporation


BBC

Den „Leibniz-Ring-Hannover“ erhielt im Jahr 2000 die British Broadcasting Corporation (BBC) mit Sitz in London. Als Repräsentant der BBC nahm Tony Hall (links im Bild), Member of the Board und Direktor der BBC News, die Auszeichnung am 13.7.2000 während eines feierlichen Festaktes im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrum entgegen. Als Zeitzeuge berichtete bei der Veranstaltung der Journalist Peter von Zahn.


1999
Prof. Hubert Markl

 

Hubert Markl

Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Professor Hubert Markl, wurde für seine Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Sinnesphysiologie und des Sozialverhaltens der Tiere gewürdigt. Außerdem wurde mit der Auszeichnung anerkannt, dass er die politischen Rahmenbedingungen und ihre Konsequenzen für die Forschung in seine Arbeit als Naturwissenschaftler einbezog.


1998
Prof. Wolf Lepenies

Wolf Lepenies

Professor Wolf Lepenies, der Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin, gehört zu den bedeutendsten Kulturvermittlern zwischen Frankreich und Deutschland. Er hat sich um die Erneuerung der Kulturwissenschaften verdient gemacht und widmete dem Brückenschlag zu Ostmitteleuropa besondere Aufmerksamkeit.


1997
Giorgio Napolitano

Giorgio Napolitano

Der italienische Innenminister Giorgio Napolitano wurde 1997 für sein Lebenswerk mit dem Leibniz-Ring-Hannover geehrt. Er hat einen bedeutenden Beitrag zur Eingliederung seines Landes in die Europäische Union und zur Eingliederung seiner kommunistischen Partei in die parlamentarische Demokratie geleistet.